Wir starten eine Serie zum 500. Reformations-Jubiläum

heute mit Teil 1 von 4

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Quod si nihil intelligeret…

Stell dir einmal vor, du geht’s in deine Kirche, und verstehst nichts von dem, was dir dort erzählt wird.

Stell dir einmal vor, du willst von ganzem Herzen Gott lieben, aber hast keine Ahnung wer er eigentlich ist.

Stell dir einmal vor, du würdest vor 500 Jahren leben. Dann müsstest du dir das nicht nur vorstellen – es wäre dein Alltag!

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„Was wäre, wenn wir nichts verstehen würden?“ heißt der Satz oben. Er ist in Latein. Damals, vor 500 Jahren die gängige Sprache der Kirche. Und auch wenn es schon viele Zeitschriften, Bücher, Predigten, Ausstellungen und Feierlichkeiten verschiedener Verbände oder Gemeinden gibt, möchten wir euch auf dem Blog mit hineinnehmen in unsere Gedanken als Journaling-Community. Und wir freuen uns sehr, wenn ihr uns auch an euren Ideen, Erfahrungen und Gedanken zum Thema RE-Formation mitteilt.
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Wir möchten uns in den nächsten vier Wochen mit unsern Blogposts den vier „Solas“ widmen, die Luther als sogenannte Exklusivpartikel nebeneinander stehend als Grundlage des Glaubens benannte.

  • allein aus Gnade,

  • allein die Bibel,

  • allein Christus und

  • allein durch Glauben

Martin Luther stellte sich dabei gegen die gängige Praxis seiner Zeit. Er, der selbst Teil dieser Kirche war, wollte sie von innen heraus verändern. Back to the roots, sozusagen. Wir möchten dem ein bisschen nachspüren und uns in den nächsten Wochen auf den Weg machen. Was können wir von seinen Gedanken für unseren Alltag, unser Glaubensleben und unsere Beziehung zu Gott wieder oder ganz neu lernen?!

Als Einleitung habe ich mich mit Epheser 2 beschäftigt.
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In den ersten Versen dieses Kapitels steckt sozusagen alles drinnen, was zur Reformation gehört.
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Vers 5: Durch die Gnade sind wir gerettet.
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Vers 6: Durch Jesus sind wir ins Himmelreich gekommen.
Vers 7: Der Reichtum der Gnade wird so sichtbar.
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Vers 8: Es ist der Glaube, der rettet.
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Und nicht gestaltet, aber implizit dabei: Aus der Bibel können wir das wissen!

Um dem Ausdruck zu verleihen, habe ich den Hintergrund mit alten Buchseiten, Musterpapieren in alter Papieroptik und Packpapier gestaltet. Um ihn etwas älter aussehen zu lassen – ist ja immerhin ein altes Buch – habe ich das Ganze an den Ecken noch mit schwarzem Stempelkissen angeschwärzt.
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Luther war die Bibel sehr wichtig. Er argumentierte und diskutierte auf ihrer Grundlage. Nicht aufgrund dessen, was schlaue Menschen einmal gesagt haben. Nicht, was irgendwer irgendwo irgendwie schon mal gehört hatte. Sondern gegründet und fundiert, in seinem heilligen Wort zu Hause. Das inspiriert mich immer wieder und stellt mich auf auf den Prüfstand. Welchen Stellenwert hat die Bibel in meinem Leben.

Wichtig: Wir glauben nicht an die Bibel, aber an den Gott der uns in der Bibel als Vater, Sohn und heiliger Geist vorgestellt wird. Sie ist und bleibt Maßstab und Grundlage, lebendig und heilig. Alltäglich und Ausergewöhnlich. Ermutigend und Überführend.

Ich liebe das Motto von BibelArtJournaling. Über diesen Satz bin ich „gestolpert“, als ich zum ersten Mal davon hörte:

DIE BIBEL WURDE SCHON IN VIELE SPRACHEN ÜBERSETZT, WIR BENUTZEN DIE SPRACHE DER KREATIVITÄT.

Dieser Satz könnte von Martin Luther stammen. So oder so ähnlich☺ Nichts anders macht er damals. Martin Luther übersetzte die Bibel in die Sprache, die seine Mitmenschen verstehen konnten. Er ermöglichte es ihnen damit, sich selbst ein Bild zu machen. Und nicht zuletzt entdeckte er ja im Wort Gottes die Gedanken der „Solas“. Ich bin immer wieder dankbar, dass es allen Kreativköpfen und visuellen Menschen durch das Bible Art Journaling leichter fällt, sich auf Gottes Wort einzulassen. Mir und vielen anderen aus dem Team ging es so, dass wir durch die kreative Arbeit am Wort Gottes wieder eine tiefere Liebe zu Gott entdeckt haben.

Vertiefend zum Thema Bibel und Jesus (☺) möchte ich euch nochmal Mareikes wunderbaren Blogpost zum Thema „Dein Wort“ empfehlen. Hier findet ihr den Link dazu. bibleartjournaling.de/dein-wort
In ihrem Post findet ihr verschiedene Bibelstellen zum Thema Bibel.
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Durch meine Arbeit als Gemeindepädagogin habe ich das Vorrecht BiblaArtJournaling in meine Gemeine hinein zu tragen und andere Leute durch die kreative Begegnung mit Gottes Wort zu ermöglichen. Ich veranstalte dazu regelmäßig gemeinsame Treffen, bei denen sich mittlerweile eine kleine Gruppe geformt hat. Passend zum Thema Reformation habe ich dann über den Sommer verteilt eine BAJ-Serie zu den vier SOLAS geplant. Es war wirklich sehr spannend, sich über einen längeren Zeitraum mit demselben Thema, aber von verschiedenen Seiten zu nähern. Von den Treffen bekommt ihr hier einige Eindrücke:

Auch gab es zu jedem der Themen ein Goodiebag für jeden Teilnehmer.

Ich erlebte die Zeit als sehr bereichernd. Jedes Mal war ich fasziniert und begeistert, wie unterschiedlich doch die Wahrnehmung den selben Bibelverses sein kann. Das liebe ich an unseren gemeinsamen Treffen so sehr. Gott spricht zu jedem genauso, wie er es verstehen kann und konkret in Situationen hinein. Das ist immer mein Lieblingsteil bei den Treffen: Zu hören, wie es den anderen ergangen ist und warum die sie Seite genau so gestaltet haben.

Ich hab Andrea gebeten, euch kurz ihre Eindrücke zu unserer Themenreihe zu schildern.

Gnade/Jesus/Bibel/Glaube – Was bedeutet das für mich?
Gedanken über zentrale Bibelthemen gestalterisch darstellen und dabei das Wichtigste für sich selbst zu finden….
Für mich fand ich den Weg spannend vom Kopf zum Herz. Der Weg von Gott dem Herrn zu Gott dem Vater. Vom Glauben, über das Vertrauen in Gottes Wort, zum dankbaren Empfangen der Gnade Gottes. 
…und immer wieder festzustellen, welche Bereiche die anderen Kreativen für sich herausgearbeitet haben.

Wir machen es bei unseren Treffen immer so, dass jeder etwas zu einem Materialbuffet beisteuert. Da kann man sich auch mal an neuen Methoden, fremden Arbeitsmaterialien oder anderen Hilfsmitteln bedienen, die man selbst nicht zu Hause hat.

Falls ihr noch nie in der Gruppe gejournalt habt, besucht gerne mal den Netzwerkbereich unserer Homepage. Dort haben sich mittlerweile viele Einzelpersonen oder Gruppen registriert, die sich alle auf Austausch und Vernetzung freuen.

Ich habe mich bei einem gemeinsamen Treffen in unserer Gemeinde mit Johannes 8,47 beschäftigt.

 

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„Wer Gott zum Vater hat, hört Gottes Worte!“ WOW! Was für ein Hammer!

Wir dürfen ihn nicht nur hören. Er verbindet unser SEIN als sein KINDER mit dem HÖREN auf sein WORT. Also auf ihn, seine guten Gedanken über uns. Seine Weisungen für ein gelingendes Leben.
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Dieser Wahrheit dürfen wir glauben: In seinem Wort steckt so viel drin. Wir werden nie fertig werden damit, in ihm zu forschen, zu beten, zu atmen, zu suchen und zu finden. Weil er selbst es uns versprochen hat!
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In diesem Sinne wünschen wir viel Inspiration, euch in den nächsten Wochen mit uns gemeinsam auf die Spuren der vier Exklusivpartikel zu machen. Traut euch an Verse ran, die direkt etwas zum Thema Wort/Bibel/Schrift sagen und setzt euch diesen Aussagen Gottes aus.

Dazu fordern wir euch heraus in 4 Challenges, jeweils von Samstag bis Mittwoch, mehr dazu HIER.

Wir sind gespannt, was wir von euch sehen und hören werden!
Sabrina

 

Bible Art Journaling Kreativteam Mitglied 2017