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Der Sommer neigt sich dem Ende zu. Wenn wir morgens zur Schule oder auf Arbeit gehen, merken wir schon deutlich, dass der Herbst naht. Es wird später hell, die Luft ist noch sehr kalt. Es war ein schöner Sommer, jetzt wird es Zeit für den Herbst.

Ich komme gerade zurück von einem Wochenende für die Frauen meiner Gemeinde. Ich habe zum ersten Mal einen Bible Art Journaling Workshop angeboten. Denn auch dafür war es für mich Zeit. Wenn du Bible Art Journaling gerade erst entdeckt hast, genieße es, auszuprobieren was für dich selbst passt. Doch wenn du schon eine Weile dabei bist, möchte ich dich ermutigen, einen Schritt zu wagen und das was du selbst gelernt hast, an andere weiterzugeben.

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Für den Workshop war ein Samstagnachmittag reserviert, und dieses Jahr wollte ich Bible Art Journaling vorstellen. Ich hatte ein kleines Budget von 5 € pro Teilnehmer, aber ein Goodie Bag sollte jeder trotzdem bekommen. Zum Füllen habe ich dieses Bastelset vom Drogeriemarkt gekauft und es durch 5 geteilt, was ganz gut funktioniert. Dann noch eine Seite Alphabetsticker von hier und noch ein paar Kleinigkeiten, das ganze in eine Butterbrottüte verpackt, passende Stempel drauf und fertig. Am Ende waren neun Frauen in meinem Workshop und wir hatten eine tolle Zeit zusammen. 

Der Vers für das Frauenwochenende kam dieses Jahr aus Prediger 3:1

„Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde“.

 

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Für diese Seite habe ich einige der Stempel die ich mir für meinen Kalender gekauft habe, auf einem großen Acrylblock befestigt und mit diesem dann den Hintergrund gestaltet. Dafür habe ich den Acrylblock immer wieder angesetzt, bis die Seite ausgefüllt war. Damit sich die Uhr besser vom Hintergrund abhebt habe ich von einem Dollie die Spitze abgeschnitten und die Uhr in Gold auf die Mitte des Doilies gestempelt. Die Überschrift „Zeit“ aus weißen Sticker bildet den Abschluss der Seite. Die Stempel und Sticker findet ihr hier und die Doillis hier.

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Doch es war gar nicht dieses Wochenende was mich für diesen Beitrag auf den Vers aus Prediger 3:1 aufmerksam werden ließ.

Letzte Woche war ich auf einem Elternabend, und die Lehrerin meiner Tochter sagte: „Ich gehe morgen mit der Klasse zur Kartoffelernte, hat jemand von Ihnen Zeit mitzukommen.“ Ich bewunderte ihren Mut, in Anbetracht dessen, dass kein anderer Lehrer oder Erzieher zur Verfügung stand, ihrer Klasse dennoch praktischen Unterricht zu ermöglichen und entschied spontan mitzugehen. Denn im Herbst ist auch die Zeit für die Ernte, und wo frühere Generationen ihre Herbstferien in der Kartoffelernte verbrachten, so kennen Schüler heute kaum noch die Arbeit im Garten.

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Dazu passt auch dieser Vers aus Matthäus 9:37

„Die Ernte ist groß, aber es sind nicht genügend Arbeiter da.“

Wenn wir einmal den Kontext diesen Verses in der Bibel vernachlässigen, passt er zu der Kartoffelernte einer 3. Klasse. Da ist eine ältere Frau, die ein Kartoffelfeld von ihrem Vater erbt, doch sie hat weder die Zeit noch die Kraft dieses allein zu bewirtschaften. In der 3. Klasse wird im Sachkundeuntericht das Thema Kartoffel behandelt und so lädt sie jedes Jahr ein oder zwei Klassen zu sich ein, die ihr beim Ernten helfen. Es ist eine tolle Gelegenheit für die Schüler und gleichzeitig sind sie eine große Hilfe für die Familie.

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„Deshalb werdet nicht müde zu tun, was gut ist. Lasst euch nicht entmutigen und gebt nie auf, denn zur gegebenen Zeit werden wir auch den entsprechenden Segen ernten. Lasst uns jede Gelegenheit nutzen, allen Menschen Gutes zu tun, besonders aber unseren Brüdern und Schwestern im Glauben.“

Galater 6:9-10

Auch wenn die körperliche Arbeit für manche Kinder recht ungewohnt war, waren sie mit Eifer dabei und sie hörten erst auf als alle Kartoffeln geerntet waren. Frische Kartoffeln sind einfach etwas Wunderbares. Dazu ein leckerer Quark mit Kräutern aus dem Garten. Ein Genuss, den auch die meisten Kinder zu schätzen wissen.

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„Schmecke und sieh, dass der Herr gut ist. Freuen darf sich, wer auf ihn vertraut!“

Psalm 34:9

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So wie es auch im Psalm 34:9 steht: „Schmecke und sieh, dass der Herr gut ist. Freuen darf sich, wer auf ihn vertraut!“ Auf der Seite zu diesem Thema habe ich eine neue Technik ausprobiert. Vielleicht kennen manche von euch die Phototransfer-Technik, bei der man Photos auf Holz oder Glas „drucken“ kann. Ich habe es leicht abgewandelt und mir bei www.graphicstock.com ein Hintergrundbild ausgesucht und es mit meinem Tintenstrahldrucker auf eine Laminierfolie gedruckt. Wichtig ist dabei, dass ihr ein Blatt Papier in die Folie schiebt, damit es keinen Druckstau gibt. Als das Bild fertig gedruckt war, habe ich vorsichtig das Blatt Papier entfernt und die Folie wie einen Stempel benutzt und die feuchte Tinte auf meine Seite gedruckt. Danach musste ich lediglich noch den Titel hinzufügen.

Ihr seht schon, dass ich mich viel im Englischen bewege, daher ist der Titel dieser Seite auch Englisch geworden. Taste & See bedeutet aber nichts anderes als Schmecket & Seht.

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Zum Schluß habe ich einen Teil der Blätter mit dem Wink of Stella Glitter Brush Pen Akzente gesetzt, dass kann man auf den Photos leider nicht erkennen. Ich bin wirklich begeistert wie mit dieser schnellen, einfachen Methode ganze Seiten gestaltet werden können.

Vielleicht habt ihr ja Lust eine Seite zu Prediger 3:1 oder zu Psalm 34:9 zu gestalten, dann macht unbedingt bei der Challenge mit, die morgen startet. Wir wollen eure Ergebnisse natürlich gern sehen.

Grüße aus Dresden

Miriam

 

Ein Beitrag von Kreativteam Mitglied